Audio Architect in kleinen Konferenzräumen
Das Audiosystem für einen kleinen Konferenzraum hat eine Reihe von besonderen Anforderungen, darunter:
• Korrekte Mikrofoneingangsausteuerung für maximales Signal mit minimalem Rauschen
• Ein automatischer Mixer, der Mikrofone nur einschaltet, wenn jemand spricht
• Eine Mix-Minus-Matrix, die festlegt, welche Mikrofone in welchem Lautsprecher und auf welchem Pegel zu hören sind
• Ein Hochpassfilter an Mikrofoneingängen, um Niederfrequenzrauschen zu eliminieren, das den automatischen Mixer auslöst
Die Eingangsausteuerung der Mikrofone muss korrekt eingestellt werden – dies ermöglicht maximales Signal durch das System mit minimaler Rauschmenge. Die optimale Situation ist, die Pegelung so hoch wie möglich einzustellen, ohne dass das Signal verzerrt.
Bei Verwendung des Automixers teilen sich alle Eingänge die verfügbare Austeuerung; d. h. ein „offenes" Mikrofon erhält die meiste Austeuerung. Bei mehr als einem Mikrofon wird die Austeuerung in den aktiven Kanälen geteilt, um die gleiche Gesamtsystemausteuerung zu erreichen. Wenn alle Eingänge untätig sind, hält die geteilte Austeuerung alle Kanäle leicht aktiv, um ein „Pumpen" des Hintergrundrauschens zu vermeiden. Allerdings ist Abwärtsexpansion verfügbar, um den Hintergrundrauschbeitrag von untätigen Mikrofonen weiter zu reduzieren.
Eine Mix-Minus-Matrix erhöht die Verständlichkeit weiter, indem das aktive Mikrofon auf einem niedrigeren Pegel an den dem Mikrofon nächsten Lautsprecher geleitet wird, was die Rückkopplungsgefahr vermindert.
Normalerweise ermöglicht eine Mix-Minus-Matrix, das Mikrofon aus dem Lautsprecher, der sich direkt über dem Mikrofon befindet, zu eliminieren. Natürlich hat dies keine Auswirkungen auf das Mikrofonsignal, das in anderen Lautsprechern vorhanden ist. Dies ergibt ein viel sauberes Signal mit reichlich Kopfraum. Eine Mix-Minus-Matrix in HiQnet™ Audio Architect wird erreicht, indem die direkten Ausgänge des Automixers in einen Matrix Mixer eingespeist werden. Normalerweise wird der Mix-Ausgang des Automixers nur für einen Aufnahmefeed verwendet.
Hochpassfilter können an den Eingängen der Mikrofone verwendet werden, um Niederfrequenzrauschen zu eliminieren, das den Automixer auslösen könnte. Die Sprachbandfilter im Automixer können auch aktiviert werden, um den Automixer auf Auslösungen bei Sprachfrequenzen zu begrenzen.
Eine gängige Kontrollmethode in Konferenzräumen sind Steuersysteme von Drittanbietern wie AMX oder Crestron. Soundweb London-Geräte, einschließlich des BLU-160, kommunizieren mit Steuersystemen von Drittanbietern mittels Nachrichten, die über Serial oder Ethernet versendet werden. Es ist sehr intuitiv, Steuersysteme so zu programmieren, dass sie Pegelregler anpassen, Stumm-Schaltungen auf Mikrofonen, Quellenwahl oder Preset-Abrufe vornehmen, die mit dem HiQnet Audio Architect Third-Party Controller Tool konfiguriert werden.
Ein weiterer gängiger Prozess in Konferenzräumen ist die Kameraumschaltung. Mit Soundweb London kann ein Signal von den Logikausgängen an der Rückseite des Geräts übertragen werden, um anzuzeigen, wenn jemand spricht. Dieser Logikausgang kann dann mit einem Kamerasteuerungs-Controller verbunden werden, der die Kamera auf die sprechende Person ausrichten lässt. Die Logikausgänge können auch mit Steuersystemen von Drittanbietern verbunden werden, die umfassendere Kamerasteuerungen ermöglichen.
Mit Audio Architect gibt es eine Vielzahl von Verarbeitungsfunktionen, die an beliebigen Stellen im System verwendet werden können – bei Eingängen oder Ausgängen – je nach Anforderung.
Download des Small Boardroom Anwendungsleitfadens...
